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Arbeitsmarkt Abschwächende Konjunktur in Hessen

Mehr Menschen ohne Job

Archivartikel

Frankfurt.In Hessen steigt wieder das Risiko, arbeitslos zu werden, so Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Der Trend der vergangenen Monate deute auf eine schwächere konjunkturelle Entwicklung hin. In der Industrie sinke bereits die Nachfrage nach Arbeitskräften.

Im Oktober lag die Arbeitslosenzahl bei 146 519 Menschen. Damit habe sie sich mittlerweile auf dem Vorjahresniveau eingependelt und die bisher gewohnte positive Entwicklung trete auf der Stelle. Hessens Arbeitsmarkt steht somit an einem Wendepunkt. In 20 Kreisen sowie in den Großstädten Frankfurt und Darmstadt beträgt die Arbeitslosenquote fünf Prozent oder weniger. Anteilig mehr Arbeitslose werden noch in den Großstädten Kassel, Wiesbaden, Gießen und Offenbach (8,5 Prozent) gezählt. Gleichzeitig sind den Jobcentern knapp 55 000 offene Stellen bekannt.

Deutlich weniger Bewegung

Am rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt hat der Oktober unterm Strich wenig Bewegung gebracht. Insgesamt waren etwa 94 700 Menschen ohne Job, wie die zuständige Regionaldirektion mitteilte. Das war knapp ein Prozent weniger als vier Wochen zuvor, allerdings 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

In den vergangenen Wochen haben insbesondere das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen weniger Stellen gemeldet, berichtete die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz.

Die sich eintrübende Konjunktur macht sich allmählich stärker auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bemerkbar, hat aber noch nicht vollends durchgeschlagen. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Oktober im Vergleich zum Vormonat noch mal leicht um 2,3 Prozent zurück auf 198 200. Die höchste Arbeitslosenquote hatte im Oktober der Stadtkreis Mannheim (5,7 Prozent). lhe/lrs/lsw