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Arbeitsmarkt 5,9 Prozent der Hessen ohne Stelle im Juli

Mehr Menschen ohne Job

Frankfurt.Die Corona-Krise lässt die Arbeitslosigkeit in Hessen weiter steigen. Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen den vierten Monat in Folge gestiegen und betrug 204 241, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag berichtete. Das waren rund 7100 Menschen mehr als im Juni und gut 51 000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Quote stieg vom Vormonat um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent. Die Höchstwerte aus der Finanzkrise 2008/2009 wurden aber nicht erreicht.

Laut Regionaldirektion ging im Juli die Zahl der Neuanzeigen für Kurzarbeit zurück. Von März bis Juli haben die Betriebe in Hessen 64 500 Anzeigen zu möglicher Kurzarbeit gestellt, was einem Potenzial von 874 000 Beschäftigten entspricht. Das genaue Ausmaß der Kurzarbeit wird erst im Nachhinein erfasst. Laut Arbeitsagentur rechnen 82 Prozent der Betriebe, die Kurzarbeit angezeigt haben, auch tatsächlich ab.

Quote bleibt gleich

Auch in Rheinlandpfalz hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli fortgesetzt. Allerdings gehe es nicht mehr so stark nach oben wie in den vergangenen Monaten, teilte die Arbeitsagentur mit. Die Arbeitslosenquote kletterte von 5,6 Prozent im Juni auf 5,7 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 4,5 Prozent.

In Baden-Württemberg werden die Auswirkungen der Krise auch schwächer. Zwar nahm die Zahl der Arbeitslosen nochmals zu. Verglichen mit den Vormonaten lässt die Dynamik aber laut Arbeitsagentur weiter nach. 280 700 Menschen waren als arbeitslos registriert, 1,5 Prozent mehr als im Juni. Die Quote blieb bei 4,4 Prozent. lhe/lrs/lsw