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Ernährung Experten diskutieren in Frankfurt

Mehr Neugier auf Gesundes

Archivartikel

Frankfurt.Gesunde und nachhaltige Ernährung interessiert aus Expertensicht immer mehr Frankfurter. „Die Menschen werden immer bewusster im Umgang mit Lebensmitteln, weil sie merken, dass was sie essen, Auswirkungen hat –persönlich wie global“, sagte der Sprecher des Frankfurter Ernährungsrates, Joerg Weber.

Dies sei auch eine Auswirkung der langen Trockenperiode im Sommer: „Die Leute sind geschockt, wenn sie sehen, wie wenig die Bauern wegen Wassermangels ernten konnten.“ Er merke das am gestiegenen Interesse an seiner Initiative, die verschiedene Akteure rund um regionales und nachhaltiges Essen zusammenbringen möchte.

Unternehmen werden nachhaltiger

Seit gestern kommt der Frankfurter Ernährungsrat zu einem dreitägigen Vernetzungskongress zusammen. Neben Bio-Bauern, Verbrauchern und Ernährungsexperten haben auch die hessische Umweltministerin Priska Hinz und – als Schirmherrin – die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (beide Grüne) ihre Teilnahme angekündigt. In Diskussionsrunden und Vorträgen soll es um bio-regionales Schulessen, Kooperationen von Verbrauchern und Produzenten und die Vermeidung von Plastik gehen.

Aus Sicht von Weber hat regionale Bio-Ernährung als Antwort auf globale Probleme wie den Klimawandel ihr Nischendasein verloren. Auch Verwaltungen, Banken und Beratungsunternehmen bemühten sich derzeit um mehr Nachhaltigkeit. Inzwischen sei es für Großküchen einfacher, das ganze Jahr über regionale Bioware zu beziehen. Waren Kartoffeln oder Kohl vor ein paar Jahren nur zeitweise lieferbar, ist nun die Versorgungslage besser planbar.

Im kommenden Jahr will der Frankfurter Rat einen Arbeitskreis Großküche ins Leben rufen, um die nachhaltige Ernährung in mehr Kantinen und Krankenhäusern in der Region zu verankern. lhe