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Natur Besonders viele Eichenprozessionsspinner in Süd- und Mittelhessen

Mehr Raupen erwartet

Kassel.Der Eichenprozessionsspinner hat sich nach Angaben der Behörde Hessen Forst in weiten Teilen des Landes in den Wäldern etabliert. Ein „eindeutiger Schwerpunkt“ sei dabei in süd- und mittelhessischen Bereichen zu beobachten. „Eine künftig fortschreitende Verbreitung der Art, insbesondere vor dem Hintergrund der sich ändernden klimatischen Ausgangsbedingungen, ist jedoch zu erwarten“, teilte der Landesbetrieb in Kassel mit.

Giftige Härchen

Die Raupen des Nachtfalters befallen Bäume und können dem Menschen gefährlich werden. Ihre giftigen Härchen können Atembeschwerden, Juckreiz und Entzündungen auslösen – bis hin zu einem lebensgefährlichen allergischen Schock. Auch Haustiere wie Hunde sind vor schweren Reaktionen nicht gefeit. Damit Waldbesucher den Raupen nicht zu nahe kommen, werden stark frequentierte Bereiche wie Park- oder Spielplätze Hessen Forst zufolge beobachtet, betroffene Gebiete gegebenenfalls gesperrt – oder die Schädlinge entfernt. „Letzteres wird durch externe Spezialisten in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gesundheitsamt durchgeführt.“ Auch Kommunen sowie andere Behörden in Hessen gehen gegen den Eichenprozessionsspinner vor. Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil etwa startete im April mit der Bekämpfung des Schädlings entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Die Weibchen legen im Sommer bis zu 150 Eier. Nach dem Winter schlüpfen die Raupen zwischen April und Mai. Es folgt die Verpuppung ab Ende Juni und eine drei bis sechswöchige Puppenruhe bis die Falter im August schlüpfen. lhe