Länder

Verkehr Elektroräder bereiten häufig Probleme

Mehr Unfälle mit Pedelecs in Hessen

Frankfurt.Radfahren mit elektrischer Unterstützung ist beliebt, birgt aber auch Risiken: Fahrer von Pedelecs gehören zu einer seit Jahren wachsenden Gruppe von Unfallopfern. Im vergangenen Jahr wurden in Hessen 449 verunglückte Pedelec-Fahrer registriert, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 121 oder 37 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der verunglückten Radfahrer insgesamt nahm dagegen um 133 auf 3968 ab. Insgesamt zählte das Landesamt 27 500 Betroffene von Verkehrsunfällen, 1050 weniger als im Jahr zuvor.

Die Unterstützung eines Elektromotors lockt auch viele Senioren aufs Rad. In Hessen waren unter den 449 verunglückten Pedelec-Fahrern 131 Menschen ab 65 Jahren, wie das Landesamt mitteilte. Insgesamt starben fünf Fahrer bei Verkehrsunfällen, vier davon waren im Seniorenalter. Bei den steigenden Unfallzahlen mit Pedelecs müsse berücksichtigt werden, dass auch deren Zahl zunehme, sagte ein Sprecher.

Weniger Kraft nötig

Pedelecs unterstützen während des Tretens bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Wer sicherer unterwegs sein will, kann einen speziellen Fahrkurs für Pedelecs absolvieren. Fahrtrainer Burkhardt Hirsch aus Rüsselsheim rät Ungeübten, langsam zu starten und sich so erst einmal mit den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen und der Bremse vertraut zu machen. „Es ist damit weniger Kraft als beim herkömmlichen Fahrrad nötig.“ lhe