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Arbeitsmarkt Beste Zahlen in Hessen seit 2009

Niedrigster Stand

Archivartikel

Frankfurt.Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen. Im Durchschnitt waren 2019 rund 149 800 Männern und Frauen als arbeitslos registriert, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Vorjahr 2018 hatte es noch 154 337 Arbeitslose gegeben. „Die letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass der Arbeitsmarkt in einem hohen Maß für Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung aufnahmefähig war“, erklärte Almuth Schlosser, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen. „Vom konjunkturellen Aufschwung konnten ebenfalls Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen profitieren.“ Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Jahr 2009 (211 156 Erwerbslose) betrage fast 30 Prozent.

Im Dezember 2019 stieg die Zahl der Erwerbslosen allerdings um 1,3 Prozent auf 146 700 gemessen am Vorjahreszeitraum. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Das sei aber kein Grund zur Besorgnis, da es Saisoneffekte gebe.

Leichte Zunahme im Südwesten

Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg hat zum Jahresende hin zugenommen. Genau 200 855 Menschen waren im Dezember ohne Arbeit, wie die Regionaldirektion Baden-Württemberg in Stuttgart mitteilte. Das sind 3771 oder 1,9 Prozent mehr als im November und 15 375 oder 8,3 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2019 bei 3,2 Prozent. Dass die Arbeitslosigkeit anstieg, lag nicht an Entlassungen, sondern daran, dass weniger Stellen ausgeschrieben wurden.

Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist im Dezember 2019 noch einmal gestiegen. Rund 96 400 Menschen waren erwerbslos gemeldet. Das waren 4,0 Prozent mehr als im Dezember 2018 – und 3,0 Prozent mehr als im November, wie die Arbeitsagentur mitteilte. Die Arbeitslosenquote erreichte 4,3 Prozent. dpa