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Projekt Städte wollen Menschen von der Straße holen

Obdachlose wohnen zur Probe

Archivartikel

Marburg/Gießen.Auf dem umkämpften Wohnungsmarkt in Hessen haben es wohnungslose Menschen noch schwerer als andere, eine neue Bleibe zu finden. Hilfsprojekte sollen sie dabei gezielt unterstützen, etwa in Marburg oder Gießen. Die Stadt Marburg beispielsweise mietet für das Projekt „Probewohnen“ Wohnungen an und stellt sie Menschen zur Verfügung, die aktuell in Obdachlosenunterkünften untergebracht sind.

Pädagogen an der Seite

Dem Konzept zufolge, das die Stadt am Donnerstag vorstellte, soll das Projekt Menschen ohne festen Wohnsitz „den Übergang von der Straße zu einem festen Wohnsitz erleichtern“. Ziel sei es, die Menschen nach spätestens einem Jahr „Probewohnen“ in ein reguläres Mietverhältnis zu bringen, erklärte der Marburger OB Thomas Spies (SPD).

Das Projekt basiert demnach auf einer Kooperationsvereinbarung unter anderem zwischen der Stadt, Wohnungsbaugesellschaften und freien Trägern der Wohnungslosenhilfe. Ein von der Stadt angestellter pädagogischer Mitarbeiter soll die obdachlosen Menschen bei der Rückkehr in ein reguläres Mietverhältnis begleiten. lhe