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Landwirtschaft Erneut mehrere Fälle von Kirschendiebstählen

Obstbauern ärgern sich

Friedberg.Obstbauern im Wetter-aukreis kämpfen auch in dieser Saison gegen den Diebstahl von Kirschen. Dieser sei erneut „ein Riesenproblem“, berichtet der Sprecher des Hessischen Bauernverbandes, Bernd Weber. Für die Produzenten sei es frustrierend, dass sie jedes Jahr aufs Neue gegen den Kirschenklau vorgehen müssten. Im Anbaugebiet Friedberg-Ockstadt haben sie nach eigenen Angaben zwei Detektive engagiert, die auf Streife gehen. Bereits im Vorjahr hatten sie sich die Unterstützung eines Profis geholt.

Sicherlich würde niemand etwas sagen, wenn man sich mal eine Kirsche vom Baum pflücke, sagt der Ockstädter Produzent Steffen Rehde. Doch hier gehe es um größere Mengen, die häufig nachts geerntet würden. Nicht nur die Detektive, auch die Bauern selbst gehen auf Streife, wie Werner Kipp berichtet, der Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. Schilder weisen darauf hin, dass Obstklau kein Kavaliersdelikt sei. Bei der Polizei in Friedberg sind zuletzt mindestens zwölf Anzeigen eingegangen. Allerdings müsse man von einer Dunkelziffer ausgehen, sagte eine Sprecherin.

Die Kirschenproduzenten im nordhessischen Anbaugebiet bei Witzenhausen haben dagegen keine Probleme mit Obstdieben. Der Polizei in Nordhessen sind keine Vorfälle bekannt. Hin und wieder würden auch hier Kirschen gestohlen, sagt Eberhard Walther, Agraringenieur und Versuchsleiter beim Landesbetrieb für Obstbau in Witzenhausen – das größere Problem sei in diesem Jahr aber die Trockenheit. lhe