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Ideensammlung Rheinland-pfälzische Umweltministerin ruft Bürger zum Mitmachen auf / Jugendforum in Mainz

Online-Dialog zum Klimaschutz startet

Mainz.Mit einer Online-Plattform sammelt das Umweltministerium Rheinland-Pfalz neue Ideen für den Klimaschutz. „Jeder Vorschlag ist wertvoll“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bei der Vorstellung des Projekts zur Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts am Donnerstag. Angesichts der intensiven Debatte über den Klimaschutz zeigte sich Höfken überzeugt von einer hohen Beteiligung.

„Wir als Land Rheinland-Pfalz können das Problem nicht allein lösen“, sagte Höfken. Dies dürfe aber kein Argument für Untätigkeit sein. „Der Klimawandel ist längst in Rheinland-Pfalz angekommen.“ Als Zeichen nannte sie den Verlust von zwei bis drei Millionen Bäumen seit dem Hitzesommer 2018, einen zwölfprozentigen Rückgang bei der Neubildung von Grundwasser und einen Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur um 1,6 Grad Celsius.

Das erste Klimaschutzkonzept von 2015 umfasst 99 Maßnahmen zur Verringerung von CO2-Emissionen. „Gerade kleine Maßnahmen sind durchaus relevant“, sagte die Ministerin. Eine Bilanz lasse sich erst 2022 ziehen, da die Erfassung der dafür nötigen Daten noch nicht abgeschlossen sei.

Für die Fortschreibung des Konzepts gibt es 147 Vorschläge, die von den Teilnehmern der Online-Plattform auf www.machmit-klimaschutzkonzept-rlp.de bewertet und kommentiert werden können. Auch zusätzliche Vorschläge sind willkommen. Die von der Energieagentur Rheinland-Pfalz organisierte Beteiligung wird am 27. September abgeschlossen. Danach werden die Ergebnisse bis Ende des Jahres ausgewertet, ehe das Umweltministerium die neue Fassung des Konzepts im Frühjahr 2020 dem Kabinett und dann dem Landtag vorlegt.

Begrenzter Einzugsbereich

„Das Klimaschutzkonzept ist ein Prozess“, sagte Höfken, könne allerdings nur einen begrenzten Einzugsbereich haben. Andere notwendige Maßnahmen wie ein Tempolimit für Autos würden von einem solchen Konzept nicht erfasst, könnten aber gleichwohl notwendig sein.

Die Mitwirkung möglichst vieler Menschen und gesellschaftlicher Gruppen sei nötig, um die politische Diskussion voranzutreiben: „Das, was die Leute vorschlagen, ist nicht für die Tonne.“ Ergänzt wird die Online-Beteiligung von Veranstaltungen wie einem Jugendklimaforum am 22. November in Mainz.

Info:  www.machmit-klimaschutzkonzept-rlp.de  

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