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Umweltschutz Frankfurt kämpft gegen Fahrverbote

Parken wird ein Euro teurer

Archivartikel

Frankfurt.Höhere Parkgebühren, mehr Platz für Radfahrer: Mit mehreren Maßnahmen zulasten des Autoverkehrs stemmt sich die Stadt Frankfurt gegen drohende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Parken in der Innenstadt soll nach einer Vorlage des Magistrats künftig vier Euro pro Stunde statt bislang drei kosten. Außerhalb der Innenstadt werden demnach zwei statt 1,50 Euro pro Stunde fällig.

Hintergrund ist eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) wegen zu hoher Schadstoffwerte in der Stadt. Im Dezember verhandelt der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel den Fall. Autofahrer müssten voraussichtlich ab Ende September oder Anfang Oktober mit den höheren Parkgebühren rechnen, erklärte das Verkehrsdezernat.

Bezahlen per Handy-App möglich

Die Vorlage der Stadtregierung aus CDU, SPD und Grünen wird an diesem Donnerstag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Darin enthalten sind auch Parkgebühren für Reisebusse sowie die Einführung des Handy-Parkens, bei dem via Smartphone-App bezahlt werden kann. E-Autos können demnach zwei Stunden kostenlos parken. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sagte, die Gebühren werden damit zu den höchsten bundesweit gehören.

Zugleich liegt dem Stadt-Parlament unter dem Titel „Fahrradstadt Frankfurt am Main“ eine Vorlage des Magistrats über einen umfassenden Ausbau der Radwege vor. Dazu sollen auch an großen Zubringerstraßen wie etwa der Friedberger Landstraße Spuren benutzt werden, auf denen bisher der Autoverkehr rollt. Einige der Maßnahmen werden zunächst provisorisch sein, um die Auswirkungen zu testen. lhe