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Carlo-Schmid-Stiftung Nachfolger Siegmar Mosdorfs

Peter Kurz übernimmt Vorsitz

Stuttgart/Mannheim.Der Vorstand der baden-württembergischen SPD hat Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz zum Vorsitzenden der Carlo-Schmid-Stiftung ernannt. Der SPD-Kommunalpolitiker übernimmt die Leitung der Stiftung vom früheren Wirtschaftsstaatssekretär Siegmar Mosdorf. „Die Übernahme des Stiftungsvorsitzes ist eine große Ehre“, erklärte Kurz. Er verehre Schmid, der von 1949 bis 1972 den Wahlkreis Mannheim I im Bundestag vertrat. „Sein Wirken ist von besonderer Aktualität – sowohl mit Blick auf die Verteidigung der Demokratie als auch mit Blick auf Europa, das dringend des Ausbaus und der Fortentwicklung im Geiste Carlo Schmids bedarf.“

Die baden-württembergische SPD hatte die Carlo-Schmid-Stiftung 1987 gegründet, um an einen der führenden Sozialdemokraten der Nachkriegsgeschichte zu erinnern. Die Stiftung verleiht einen nach Schmid benannten Preis an Personen oder Einrichtungen, die sich für Demokratie und Rechtsstaat besonders engagieren. Zuletzt wurde unter anderem der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck ausgezeichnet.

Große Tradition

Mosdorf, der die Stiftung als Gründer und danach 35 Jahre als Vorsitzender geprägt hat, wurde zusammen mit Bundesjustizministerin Katarina Barley ins Kuratorium der Stiftung berufen. SPD-Landeschef Andreas Stoch dankte seinem 67-jährigen Parteifreund: „Es ist maßgeblich ihm zu verdanken, dass das Wirken und die Bedeutung Carlo Schmids bis heute lebendig geblieben sind.“ Er sei aber sicher, dass die Stiftung mit Kurz als künftigem Vorsitzendem „diese große Tradition fortsetzen kann“. pre