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Unglück Staatsanwaltschaft schließt Suizid aus

Pilot starb bei Aufprall des Flugzeugs

Fulda.Für den tödlichen Absturz eines Segelflugzeugs Anfang Juni in Fulda ist kein medizinisches Problem des Piloten verantwortlich gewesen. Die Ursache für den Tod des 66-Jährigen sei der Aufprall der Maschine auf einer Wiese gewesen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, Christine Seban, am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte die „Fuldaer Zeitung“ darüber berichtet. Nach den Obduktionsergebnissen deute nichts darauf hin, dass der Pilot einen medizinischen Notfall wie etwa einen Herzinfarkt hatte, der zu dem Absturz geführt haben könnte. Es gebe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Pilot die Maschine möglicherweise bewusst zum Abstürzen brachte, um sich umzubringen.

Die Staatsanwaltschaft wartet auf ein Gutachten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU). Es soll Auskunft über mögliche technische Mängel am Flugzeug geben. Daraus sollen sich Hinweise ergeben, ob ein technisches Problem oder ein Pilotenfehler zu dem Absturz führte.

In Flammen aufgegangen

Die Maschine war am Pfingstmontag auf einer Wiese in der Nähe eines Kleingartenvereins sowie eines Spazier- und Radwegs abgestürzt. Nach der Bruchlandung ging die Maschine in Flammen auf. Zu diesem Zeitpunkt sei der Pilot laut Obduktion bereits tot gewesen, sagte Seban. Nach Angaben der Polizei waren fünf Liter Treibstoff an Bord, die für einen Mini-Motor als Rückkehrhilfe gedacht waren.

Der 66 Jahre alte Mann aus Petersberg (Landkreis Fulda) war Mitglied im Aeroclub Rhön und galt nach Angaben von Vereinsmitgliedern als erfahrener Pilot. lhe