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Justiz Affäre beschäftigt erneut Gericht in Rheinland-Pfalz

Prozess um Nürburgring

Mainz.Die Affäre um die gescheiterte Finanzierung des Freizeitparks am Nürburgring wird wieder die Justiz in Rheinland-Pfalz beschäftigen. Das Landgericht Mainz setzte den ersten Verhandlungstermin im Verfahren gegen einen Schweizer Geschäftsmann um mögliche Urkundenfälschung auf den 24. Oktober fest, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Zunächst seien zehn Verhandlungstage vorgesehen.

Zwei Verhandlungen gescheitert

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, der Nürburgring GmbH 2009 ungedeckte Schecks eines vermeintlichen US-Milliardärs über etwa 100 Millionen Dollar vermittelt zu haben. Mit dem Geld sollte der Bau des Freizeitparks an der Rennstrecke finanziert werden. Auf dem dazugehörigen Konto war das Geld aber nicht. Der Geschäftsmann soll davon gewusst haben, was er bestritt.

Gegen ihn war schon 2015 eine Hauptverhandlung eröffnet worden. Der Prozess platzte, weil die Beweislage dem damaligen Richter zufolge zu dünn war. Im Mai 2018 wurde das Verfahren wieder eingestellt – mit der Begründung, dass die Taten nicht dem deutschen Recht unterlägen. Die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein, der das Oberlandesgericht Koblenz stattgab. Daher beschäftigt der Fall nun wieder das Mainzer Landgericht. lrs