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Prüfung vor Aufnahme

Frankfurt.In die hessische AfD streben nach Angaben von Spitzenkandidat Rainer Rahn regelmäßig Menschen mit einer rechtsextremen Gesinnung. „Wir haben jede Woche 20 bis 30 Anträge auf Neuaufnahme“, sagte Rahn. „Und da sind immer zwei, drei dabei, von denen wir sagen: Die nehmen wir nicht, weil die irgendwie aufgefallen sind. Vor jeder Neuaufnahme durchleuchten wir die Kandidaten“, erklärte der 66-Jährige. Eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle recherchiere im Internet, ob es etwa in sozialen Medien fragwürdige Kommentare gebe. Auch eine NPD-Mitgliedschaft sei ein Ausschlusskriterium. „Wir sind da wirklich sehr streng. Aber es ist natürlich auch so, dass wir das in der Anfangsphase nicht gemacht haben“, schränkte Rahn ein. „Das heißt, wir haben in der Partei durchaus den einen oder anderen, den wir gerne loswerden würden.“ Wenige Wochen vor der Landtagswahl am 28. Oktober rangiert die AfD in Umfragen bei elf bis 14 Prozent. lhe