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Europäischer Gerichtshof

Psychiatrie-Opfer scheitert

Archivartikel

Straßburg.Eine Frau, die als junge Erwachsene knapp zwei Jahre in einer Bremer Psychiatrie eingesperrt war, ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit ihrer Beschwerde gegen Deutschland gescheitert, teilte das Gericht gestern mit. Im Grundsatz hatte die Frau, die in Hünfelden lebt, 2005 recht bekommen – das Urteil: Die Zwangsunterbringung hatte ihre Menschenrechte verletzt. Der deutsche Staat musste ihr 75 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. In ihrem neuen Verfahren wehrte sich die 59-Jährige dagegen, dass sich deutsche Gerichte weigerten, den Fall neu aufzurollen. Sie wollte weitere Schmerzensgeldzahlungen erstreiten. lhe