Länder

Diskriminierung Ministerinnen kritisieren Suchbegriffe

Regulierung gefordert

Archivartikel

Deidesheim.Die Frauenministerkonferenz der Bundesländer (GFMK) hat sich bei ihrer Jahrestagung mit Nachdruck gegen Sexismus in der Werbung und für die Gleichstellung von Frauen im Beruf ausgesprochen. „Wir brauchen ein viel stärkeres Problembewusstsein für Sexismus im Alltag. Der Appell ist ein gemeinsames Bekenntnis, engagiert dafür einzutreten, dass Sexismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat“, sagte die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) am Freitag zum Abschluss einer Konferenz im pfälzischen Deidesheim.

Die Frauen- und Gleichstellungsministerinnen wollen unter anderem teils diskriminierende Algorithmen von Internet-Suchmaschinen bekämpfen. Was sie stört, sind Autovervollständigungen bei Suchanfragen. Tippe man dabei etwa die Wörter „Frauen können“ ein, erscheinen unter anderem Vorschläge wie: „Frauen können.. sich nicht entscheiden ... kein Auto fahren ... nicht mit Technik ... mit Kind nicht Karriere machen“, wie es hieß. „Wir wollen nicht, dass die immer noch bestehende Ungleichheit und strukturelle Diskriminierung in der analogen Welt sich in der digitalen Welt fortsetzt oder verschärft“, sagte die Hamburger Senatorin Katharina Fegebank (Grüne). In ihrem Abschlusspapier fordert die Konferenz eine breite gesellschaftliche Debatte über Sexismus im Alltag. dpa