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Ausbildung Handelskammer stellt Zahlen vor

Rund 25 000 Stellen unbesetzt

Archivartikel

Stuttgart.Mehr angehende Elektroniker und Informatiker, weniger Mechaniker oder Metalltechniker –am Freitag hat der Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) in Stuttgart die aktuellen Ausbildungszahlen vorgestellt. Diese zeigten, dass sich die Digitalisierung auf den hiesigen Ausbildungsmarkt auswirkt, sagte Marjoke Breuning, Vizepräsidentin des BWIHK und zuständig für das Thema Ausbildung. „Der digitale Wandel wirkt sich aber auch immer mehr auf die Inhalte und die Organisation der Ausbildung aus.“

Mehr als doppelt so viele Auszubildende wie im Vorjahr verzeichnet der Kaufmann im E-Commerce. Der Beruf ist erst im vergangenen Jahr neu geschaffen worden und beschäftigt sich mit Onlinehandel. Sie hätten in der Schule bisher noch keine Bücher, sagte die angehende E-Commerce-Kauffrau, Carolin Rübenacke. „Wir lernen eben mit den Unterlagen, die wir haben, die wir von anderen Berufen übernehmen können.“ Sie beschäftige sich mit Betriebswirtschaft, aber auch mit dem Aufbau von Websites.

Berufe im Wandel

Auch bestehende Berufsbilder, wie zum Beispiel der Bankkaufmann, werden laut Marjoke Breuning überarbeitet. Auszubildende in Metall- und Elektroberufen können bereits Zusatzqualifikationen erwerben.

Mehr als 40 500 neue Ausbildungsverträge vermeldete der BWIHK zum neuen Ausbildungsjahr. Damit bleibe die Zahl der Azubis annähernd konstant. Hinzu kommen laut BWHT rund 13 600 Ausbildungsverträge, die bis Ende Juli im Handwerk abgeschlossen wurden. Im Land sind fast 25 000 Ausbildungsplätze laut Arbeitsagentur nicht besetzt. lsw

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