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Corona Land informiert über 80-Jährige per Brief / Weitere Dosen werden für Freitag erwartet / Häusliche Termine künftig möglich

Rund 38 000 Hessen bisher geimpft

Archivartikel

Wiesbaden.In Hessen soll am kommenden Freitag eine nächste Lieferung von Corona-Impfstoff ankommen. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Bund habe rund 49 000 Dosen für Hessen in Aussicht gestellt. Die Lieferung war zunächst für Montag erwartet worden. Das Land habe bislang 100 000 Dosen erhalten, von denen die Hälfte für die wichtige zweite Impfung zurückgehalten wird.

Aktuell konzentrierten sich die Schutzimpfungen nach wie vor auf die Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen sowie das Personal in Corona-Intensivstationen. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern (7,1) erfasst, gefolgt von Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1000 Einwohner.

Anmeldungen ab 12. Januar

Die ersten Impfzentren in Hessen sollen am 19. Januar öffnen, Anmeldungen für die Corona-Impfung sind ab dem 12. Januar möglich. Als erstes starten die regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt – 6 von insgesamt 28.

Wer der höchsten Priorisierungsgruppe angehört, kann sich ab Mitte Januar telefonisch anmelden. Das geht entweder über die Hotline 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de. Zur ersten Gruppe gehören vor allem Menschen über 80 Jahre.

Weitere Zentren könnten erst öffnen, „wenn eine erhöhte Impfstoffproduktion und weitere Zulassungen für wirksame Impfstoffe in Europa erfolgen“, hatte das Innenministerium mitgeteilt. Unterdessen will Hessen alle über 80-Jährigen im Land schriftlich über das Anmeldeverfahren für eine Corona-Schutzimpfung informieren. Innenminister Peter Beuth (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) kündigten in Wiesbaden an, dass es auch ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine geben solle. „Es wird aufgrund der geringen Impfmengen noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis Hausbesuche durch mobile Impfteams in Hessen landesweit erfolgen können“, teilten die Minister mit.

Vorrang für Klinikpersonal

Rund 38 000 Hessinnen und Hessen seien seit dem 27. Dezember des vergangenen Jahres geimpft worden, teilten die Minister mit. Wegen der sehr begrenzten Menge an Impfstoff wurden zunächst Bewohner sowie das Personal von Alten- und Pflegeheimen von mobilen Impfteams geimpft.

Zugleich haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kliniken Corona-Schutzimpfungen erhalten, die besonders im Kampf gegen Covid-19 gefordert sind. lhe