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Bauprojekt Aktionsbündnis will optimierten Kopfbahnhof

S21-Gegner für Umstieg

Berlin/Stuttgart.Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 hält es auch acht Jahre nach Baubeginn für besser, das umstrittene Bahnprojekt zu stoppen. Selbst die Deutsche Bahn halte es inzwischen für unwirtschaftlich, sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Hannes Rockenbauch, gestern in Berlin. Es sei möglich, wesentliche Teile der gebauten und geplanten Infrastruktur in ein neues, günstigeres Konzept zu übernehmen, das auf den Tiefbahnhof verzichtet und stattdessen den bestehenden Kopfbahnhof besser als bisher anbindet.

Abbruch würde Milliarden kosten

Die Deutsche Bahn hält es dagegen für unmöglich, das Projekt noch zu stoppen. Sie verweist auf den Projektauftrag, den es zu verwirklichen gelte. Anders als von den Kritikern dargestellt, sei es nicht einfach so möglich, das Projekt im Sinne der Kritiker umzusteuern. Ein Abbruch würde Milliardenkosten verursachen.

Aktionsbündnis-Sprecher Rockenbauch sprach dagegen von einer absurden Situation: „Man kann sich nicht erklären, warum Politik und Bahn AG gegen die Faktenbasis an diesem Projekt festhalten.“ Inzwischen sei klar, dass der geplante Tiefbahnhof nicht leistungsfähig genug für den steigenden Personen- und Güterverkehr sei. Der Tiefbahnhof werde maximal 32 Züge pro Stunde abfertigen können.

Ein optimierter Kopfbahnhof könne hingegen bis zu 54 Züge pro Stunde schaffen. Er wolle daher bei einer Anhörung im Bundestagsverkehrsausschuss für den Umstieg werben. lsw