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Verkehr Die Deutsche Bahn startet ab April 2021 mit der Generalüberholung der Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel / Fahrtzeiten verlängern sich teilweise

Sanierung wirbelt Fahrplan durcheinander

Kassel/Göttingen.Durch eine Generalüberholung der Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel müssen die Fahrgäste der Deutschen Bahn ab dem 24. April 2021 mehr Zeit einplanen. „Das Fernverkehrsangebot wird weitgehend aufrecht erhalten, aber es kommt zu geänderten Verbindungen und längeren Fahrzeiten“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstag. Bis Mitte Juli wird der Streckenabschnitt für rund 120 Millionen Euro saniert. Die Sperrung hat auch Auswirkungen auf Verbindungen nach Hamburg, Berlin, München und Frankfurt.

Im Fernverkehr wird laut Bahn mit 100 Fahrten pro Tag ein Großteil der Verbindungen aufrechterhalten – wenn auch mit teils längeren Fahrzeiten und komplizierteren Verbindungen. Denn die Züge werden über Eichenberg umgeleitet. Das kostet rund 40 Minuten. 15 Fahrten pro Tag entfallen. Bei wenigen Zügen gebe es eine Umleitung mit Fahrzeitverlängerungen von bis zu 100 Minuten.

Richtung Hamburg

Richtung Norden verspricht die Bahn ein weiterhin dichtes Fernverkehrsangebot. Allerdings gibt es Umstellungen: Unter anderem fährt die Linie 25 Hamburg-Würzburg-München nur noch alle zwei Stunden und ohne Halt in Kassel. Die Linie 26 (Hamburg-Marburg-Frankfurt-Karlsruhe) fährt nicht mehr über Hamburg hinaus und hält nicht mehr in Celle, Uelzen und Lüneburg.

Richtung Berlin

Berlin wird alle zwei Stunden direkt angefahren durch die Linie 12 Berlin-Braunschweig-Frankfurt-Interlaken. Die Linie 13 Berlin-Braunschweig-Frankfurt Flughafen entfällt bis auf einige Einzelfahrten. Der Frühsprinter – ein Expresszug mit wenig Halten – um 6 Uhr von Frankfurt nonstop nach Berlin fährt nicht.

Richtung München/Würzburg

Nach Würzburg fährt die Bahn weiter stündlich, nach Nürnberg und München verlängern sich durch andere Baustellen die Fahrzeiten und Umstiege sind erforderlich. So ist die Linie 25.1 Hamburg-Würzburg-München via Augsburg statt Nürnberg und Ingolstadt 25 Minuten länger unterwegs. Die Linie 25.2 Hamburg -Würzburg-Nürnberg ist 30 Minuten länger unterwegs und fährt nicht weiter nach München.

Richtung Frankfurt

Nach Frankfurt ist das Angebot reduziert, ab Göttingen fahren die Züge aber weiterhin häufiger als nur jede Stunde. Unter anderem fahren die Linie 12 Berlin-Braunschweig-Frankfurt-Interlaken, die Linien 20/22 Hamburg-Frankfurt-Zürich beziehungsweise Stuttgart und die Linie 26 Hamburg-Marburg-Frankfurt-Karlsruhe mit Zusatzhalt in Eichenberg. Die Linie 13 Berlin-Braunschweig-Frankfurt Flughafen entfällt. Ab Fulda fährt stündlich der ICE aus Erfurt nach Frankfurt.

Nahverkehr

Auch im Nahverkehr des Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV gibt es Änderungen. Unter anderem fahren Regionalexpress-Züge zwischen Halle, Erfurt und Kassel sowie zwischen Düsseldorf, Hagen und Kassel zum Kasseler Hauptbahnhof statt nach Kassel-Wilhelmshöhe. lhe