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Notfall

Schädlingsmittel auf Trauernde gesprüht

Archivartikel

Frankfurt.Der Einsatz eines Helikopters gegen Raupenschädlinge hat auf einem Frankfurter Friedhof eine Trauergemeinde in die Flucht geschlagen. Der Hubschrauber war eine Stunde zu früh auf dem Waldfriedhof im Stadtteil Oberrad eingetroffen, als eine Urnenbeisetzung im Gange war. Der Nebel des Sprühmittels, das dem Eichenprozessionsspinner gilt, ging über die Trauernden nieder. Es sei niemand verletzt worden, sagte Bernd Roser, Abteilungsleiter im Frankfurter Grünflächenamt. Er sprach von einer „sehr unglücklichen Situation“. Normalerweise werde bei solchen Einsätzen der Friedhof abgesperrt.

Die Stadt lässt die Eichen seit elf Jahren jeweils im Frühling besprühen, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners zu verhindern. Die giftigen Raupenhaare gelten für den Menschen als gefährlich. Verwendet wird ein biologisches Präparat, das für den Menschen ungefährlich sei. Es sei jedoch ölhaltig und könne Kleider verschmutzen. lhe