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Justiz 57-Jähriger wegen spektakulären Raubs vor Gericht

Schießerei nach Überfall

Waldshut-Tiengen.Er soll einen spektakulären Überfall auf eine Postbankfiliale in Waldshut-Tiengen begangen haben - deswegen steht ein 57-Jähriger seit gestern vor dem dortigen Landgericht. Der Mann muss sich unter anderem wegen schweren Raubes und erpresserischen Menschenraubes verantworten, wie eine Sprecherin sagte (Aktenzeichen: 1 KLS 12 Js 3052/17). Laut Anklage hatte der Tatverdächtige seit dem Sommer 2016 finanzielle Schwierigkeiten - aus diesem Grund habe er sich Geld beschaffen wollen.

Im April soll der 57-Jährige daher die Bankfiliale in der Innenstadt überfallen und die Angestellten mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole und einer Handgranatenattrappe bedroht haben. Die Angestellten hätten dem Mann rund 20 000 Euro ausgehändigt.

Bei Schusswechsel verletzt

Als der 57-Jährige durch die Hintertür der Bank fliehen wollte, traf er auf Polizeibeamte - es kam zu einem Schusswechsel, bei dem der Angeklagte dreimal getroffen wurde. Der Mann habe sich daraufhin verletzt in den Schalterraum zurückgezogen und sei dort liegengeblieben, bis die Spezialkräfte der Polizei in die Filiale kamen.

Anschließend habe er sich widerstandslos festnehmen lassen. Weitere Menschen wurden demnach nicht verletzt. Bislang sind in dem Prozess vier weitere Verhandlungstage angesetzt. lsw