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Bodensee Auch Zahl der Fischer rückläufig

Schlechtestes Fangjahr

Langenargen.Die Berufsfischer am Bodensee haben 2019 das schlechteste Fangjahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1910 erlebt. So seien lediglich 208 Tonnen Fisch im Obersee gefangen worden, teilte ein Sprecher der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) nach deren Jahrestagung in Langenargen (Bodenseekreis) am Donnerstag mit. 2018 hatten die Fischer noch 263,3 Tonnen Fisch aus dem Bodensee geholt. Bei den Felchen wurden nach Angaben der IBKF mit 54 Tonnen so wenig wie noch nie zuvor gefangen. Damit setzte sich der negative Trend des Vorjahres fort, als mit damals noch 127,4 Tonnen der bis dahin niedrigste Fang seit Aufzeichnung registriert wurde.

Auch die Zahl der Berufsfischer ist zurückgegangen. Nach 79 beantragten Fischereipatenten 2018, hätten im Vorjahr nur noch 65 Fischer am Obersee ihre Netze ausgeworfen. Um die Wirtschaftlichkeit der Fischerei trotz der zurückgehenden Fangmengen aufrecht zu erhalten, hat die Konferenz mehrere Änderungen beschlossen. So sollen Fischer künftig mehr Netztypen nutzen und diese länger auf dem Seeboden verankern dürfen. 

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