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Infrastruktur Region Stuttgart schließt Kooperation ab

Schnelleres Internet kommt voran

Archivartikel

Fellbach.Die Region Stuttgart will beim Ausbau des Glasfasernetzes Tempo machen und setzt dabei auf die Deutsche Telekom. Bis 2030 sollen 90 Prozent aller Haushalte in dem Ballungsraum entsprechende Anschlüsse und damit superschnelle Internetverbindungen erhalten. Dies sieht eine am Freitag in Fellbach unterzeichnete Kooperation zwischen der Telekom und der Gigabit Region Stuttgart vor.

174 der 179 Kommunen beteiligen sich an dem Projekt mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro. Die Telekom will früheren Angaben zufolge bis zu 1,1 Milliarden Euro investieren, 500 Millionen Euro sollen von den Kommunen kommen. Bis 2025 soll allen Unternehmen ein Internetzugang per Glasfaser zur Verfügung stehen. Auch der Mobilfunk soll ausgebaut werden.

Verband kritisiert Vereinbarung

In der Region Stuttgart sind etwa 140 000 Unternehmen angesiedelt. Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, ein flächendeckendes glasfaserbasiertes und gigabitfähiges Breitbandnetz sei die künftige Lebensader für Wirtschaftskraft und Lebensqualität.

Schorndorf setzt nicht auf die Telekom. „Für uns hat der Breitbandausbau etwas mit Daseinsvorsorge zu tun, genauso wie die Versorgung mit Strom, Gas oder Wasser. Deswegen gehören die Glasfaserkabel in kommunale Hand“, sagte der Leiter der Stadtwerke, Andreas Seufer, den „Stuttgarter Nachrichten“.

Kritik an der Rahmenvereinbarung mit der Telekom kommt vom Bundesverband Breitbandkommunikation. Geschäftsführer Stephan Albers monierte, dass ein einzelnes Unternehmen begünstigt werde. „Vielmehr sprechen wir uns für ein Konzept aus, das alle Marktteilnehmer einbezieht.“ lsw