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Gewerbe Pirmasens hofft auf Schub durch Ansiedelung

Schuhstadt soll anlocken

Archivartikel

Pirmasens.In der traditionsreichen Schuhstadt Pirmasens soll bis zum Frühjahr 2021 ein rund 3000 Quadratmeter großes Fachmarktzentrum namens „Schuhstadt“ mit bis zu 40 verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr entstehen. Von dem ehrgeizigen Projekt erhofft sich die am höchsten verschuldete Kommune Deutschlands einen Aufschwung. Der Stadtrat stimmte der Zwölf-Millionen-Euro-Initiative einer Entwicklergruppe unlängst grundsätzlich zu – derzeit läuft die Ausschreibung zum Abriss einer leerstehenden Kaufhalle. Die angrenzenden städtischen Grundstücke sind demnach bereits baureif.

Pirmasens verspricht sich bei einer Realisierung mehr Attraktivität für die Innenstadt, das soll dann auch dem Einzelhandel zugutekommen. Klappt alles, könnten die Bauarbeiten im Frühjahr beginnen. Ein Jahr später soll der Komplex eröffnet werden, wo Outdoor-Sportartikel und Schuhe an bis zu 40 Sonntagen im Jahr verkauft werden dürfen. Für mehr als 90 Prozent der Ladenflächen gibt es der Entwicklergruppe zufolge Mietvorverträge. Hauptinvestor ist demnach eine Bank.

Auf dem Gelände soll den Ideen nach „ein Fachmarktzentrum im Stil der typischen Pirmasenser Fabrikarchitektur“ entstehen. Geplant sei eine Mischung aus Schuheinzelhandel und Gastronomie sowie aus Tourismus und Wohnen. Architektonisch umgesetzt soll das Projekt wie eine kleinteilige Geschäftsstraße mit einem zentralen Marktplatz. „Die Schuhstadt wird ein Meilenstein für die Entwicklung der Innenstadt“, sagte der Unternehmer Rolf Schäfer von der Entwicklergruppe. lrs

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