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Arbeitsmarkt Weiter große Unterschiede zwischen Ländern

Schwächerer Rückgang als in Vorjahren

Archivartikel

Stuttgart.Die schwächelnde Konjunktur bremst die im Herbst übliche Belebung des Arbeitsmarktes in Baden-Württemberg spürbar aus. Zwar sank die über den Sommer zwischenzeitlich gestiegene Zahl der Arbeitslosen im September wieder, das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Der Rückgang fiel nach Einschätzung der Experten in diesem Jahr aber deutlich schwächer aus.

Bester September seit 1992

Saisonbereinigt, also ohne Berücksichtigung der im Sommer üblichen Schwankungen, verzeichne Baden-Württemberg einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um ein Prozent, rechnete Martina Musati aus der Geschäftsführung der Arbeitsagentur vor. 202 775 Menschen waren Ende des Monats im Südwesten ohne Job. Das waren laut Statistik gut 6800 oder 3,3 Prozent weniger als im August, aber gut 9100 oder 4,7 Prozent mehr als im September 2018. Die Quote lag bei 3,2 Prozent, nach 3,3 Prozent im August und 3,1 Prozent vor einem Jahr.

In Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosenquote im September auf 4,2 Prozent gesunken. Im August lag die Quote noch bei 4,4 Prozent und vor einem Jahr ebenfalls bei 4,2 Prozent. Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im September 95 500 Personen in Rheinland-Pfalz arbeitslos.

Deutlich besser sieht es in Hessen aus, wo die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken ist. Zum Stichtag im September waren 146 750 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 3,7 Prozent weniger als im August und auch 1,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank damit im besten September seit 1992 auf 4,3 Prozent. dpa

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