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Freizeit RMV plant Gondel über den Feldberg

Seilbahn bis zur EM 2024 möglich

Archivartikel

Frankfurt.Dauerstau auf den Straßen und überfüllte Bahnen sind im Ballungsraum Rhein-Main Alltag für Tausende Pendler. Um die steigende Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr zu stillen, wird der Bau von Seilbahnen diskutiert. Etwa 150 Politiker und Experten kamen gestern auf Einladung des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main zusammen, um sich über mögliche Strecken auszutauschen. Bis Jahresende erwarten der Verband und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für eine Strecke über den Feldberg, die schon in wenigen Jahren ihren Betrieb aufnehmen könnte.

Dabei handele es sich um ein Pilotprojekt, das Vorbild für weitere mögliche Linien sein könne, sagte der Chef des Regionalverbands, Thomas Horn. Die acht bis zehn Kilometer lange Linie soll von Schmitten im Hochtaunuskreis über den Berg zur U-Bahnstation Hohemark in Oberursel führen. Gebaut werden könne sie bis zur Fußball-Europameisterschaft 2024. Sinnvoll seien solche Bahnen als Zubringer für das bestehende S-Bahn- und U-Bahn-Netz.

RMV-Geschäftsführer Knut Ringat sagte, die Bahn über den Feldberg würde den Hintertaunus besser anbinden und hätte zudem hohen Freizeitwert. Es gebe „großen Willen und Ehrgeiz“, eine oder mehrere Bahnen im Rhein-Main-Gebiet zu bauen. Die Rede ist dabei nicht von Seilbahnen, wie sie etwa in Skigebieten unterwegs sind, sondern von Modellen, die in Städten einsetzbar sind. Unter anderem auch in München und Stuttgart wird ihr Einsatz diskutiert. lhe