Länder

Prozess Mann soll Sohn eines Milliardärs entführt haben

Serbe vor Gericht

Archivartikel

Gießen.Der mutmaßliche Entführer des Milliardärssohns Würth steht bald vor Gericht. Der Prozess wird am 11. September vor dem Landgericht Gießen beginnen, wie ein Justiz-Sprecher gestern mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten erpresserischen Menschenraub vor. Der Mann soll den behinderten Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg unversehrt und an einen Baum gekettet gefunden.

Ein Telefon-Mitschnitt hatte bei der Suche nach dem Kidnapper eine wichtige Rolle gespielt. Sprachexperten analysierten die Aufnahme und ordneten diese später dem Angeklagten zu, der aus Serbien stammt. Das Gießener Landgericht will den Fall an insgesamt zwölf Prozesstagen bis Anfang Dezember verhandeln. lhe