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Vergewaltigung Bundesgerichtshof weist Revision im Missbrauchsfall von Staufen ab / Zwei weitere Urteile werden geprüft

Sicherungsverwahrung bleibt bestehen

Freiburg.Im Fall des jahrelangen Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg ist das Urteil des Landgerichts Freiburg gegen einen Mann aus der Schweiz rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revision des Angeklagten gegen den Richterspruch, teilte der BGH gestern mit. Das Gericht in Freiburg hatte den damals 37 Jahre alten Mann aus dem Schweizer Kanton St. Gallen im Juli vergangenen Jahres zu neun Jahren Gefängnis sowie zur Zahlung von 14 000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Zudem ordnete es Sicherungsverwahrung an. Gegen die Sicherungsverwahrung wehrte sich der Mann vor dem BGH, jedoch ohne Erfolg. Der Mann bleibt somit auch nach Absitzen der Haftstrafe hinter Gittern.

Aufsehenerregender Fall

Der Maurer aus der Schweiz hatte in dem Prozess in Freiburg zugegeben, den heute zehn Jahre alten Jungen dreimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Er war in dem Missbrauchsfall einer von acht Angeklagten. Diese wurden im vergangenen Jahr ebenfalls zu jeweils mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, einige von ihnen mit anschließender Sicherungsverwahrung.

Der Junge war mehr als zwei Jahre lang von seiner Mutter und deren Lebensgefährten Männern aus dem In- und Ausland zum Vergewaltigen überlassen worden. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt,

Am 9. Mai werde der BGH über zwei weitere Revisionen verhandeln, hieß es. In den Fällen habe die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, um Sicherungsverwahrung zu erreichen. Das Gericht in Freiburg hatte dies abgelehnt. Es geht um einen damals 50-jährigen Soldaten und um einen damals 33-Jährigen aus Spanien. Auch sie hatten gestanden, den Jungen mehrfach vergewaltigt zu haben. lsw