Länder

Anlaufstellen Unterstützung von Opfern ausgedehnt

Soforthilfe bei sexuellen Übergriffen

Archivartikel

Heppenheim/Gießen.„Folgen einer Vergewaltigung können posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen oder auch Angststörungen sein“, sagt die Leiterin der psychosomatischen Ambulanz des Uniklinikums Gießen und Marburg, Secil Akinci. „Wichtig ist ein schneller professioneller Kontakt.“

Nach diesem Soforthilfe-Prinzip beteiligen sich 22 Kliniken in Hessen mittlerweile an der Hilfe für Opfer von Sexualdelikten, wie das hessische Sozialministerium mitteilte. „Bei der Versorgung nach diesem Modell geht es darum, eine gewaltsensible medizinische und psychosoziale Versorgung sowie rechtsmedizinische Spurensicherung nachhaltig in erreichbarer Nähe der Betroffenen zu etablieren“, sagte Ministeriumssprecherin Alice Engel. Vergewaltigung sei etwas, worüber selten offen gesprochen wird. Oft wüssten Frauen nicht, wo sie Hilfe bekommen können, teilte der Landkreis Bergstraße mit. Er hat vor einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Gewaltambulanz der Uniklinik Heidelberg und dem Kreiskrankenhaus Bergstraße das Projekt „Schnelle Hilfe nach Vergewaltigung“ ins Leben gerufen. Betroffenen wird dabei die Möglichkeit geboten, sich zu jeder Uhrzeit im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Dabei können auch wichtige Spuren gesichert werden. lhe