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Flugverkehr Schließung bloß Taktik im Tarifstreit?

Sorge um Hahn

Archivartikel

Hahn/Dublin/Berlin.Der angekündigte Rückzug der irischen Billigairline Ryanair von deutschen Standorten wie dem Hunsrück-Flughafen Hahn stößt bei Arbeitnehmervertretern auf scharfe Kritik. „Es ist nicht auszuschließen, dass die Gewerkschaften mit der Ankündigung in den laufenden Verhandlungen unter Druck gesetzt werden sollen“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Sven Bergelin am Mittwoch.

Internes Schreiben

Die Billigairline will zum 1. November ihre Basis in Hahn schließen. Auch den Standorten in Berlin-Tegel und im nordrhein-westfälischen Weeze droht noch vor dem Winter das Aus, wie Malta Air in einem internen Schreiben mitgeteilt hatte. Darin spricht die Airline auch für weitere Standorte wie Köln, Frankfurt und Berlin-Schönefeld von einem erheblichen Personalüberhang sowie von einem leichten Überhang an den Flughäfen Karlsruhe/Baden-Baden und Memmingen.

Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvize Alexander Licht warnte, die Ryanair-Pläne dürften nicht „der Anfang vom Ende“ für den Hahn sein. Die Region sei verunsichert. „Tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.“ dpa

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