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Forschung Senckenberg Museum zeigt Frühmenschen

Spannender „Schädel 5“

Frankfurt.Der weltweit älteste Schädel eines Frühmenschen außerhalb Afrikas ist im Senckenberg Museum zu sehen. „Noch nie zuvor ist ein Schädel inklusive Unterkiefer so komplett gefunden worden“, sagte Anthropologe Friedemann Schrenk vom Senckenberg Museum gestern in Frankfurt. „Schädel 5“ und vier weitere Schädelfossilien wurden seit 1991 bei Grabungen in der Nähe des georgischen Dorfes Dmanisi entdeckt. Mit 1,8 Millionen Jahren sind sie die ältesten außerhalb Afrikas gefundenen frühmenschlichen Überreste – Homo Georgicus genannt.

Die Schädel von drei Männern und zwei Frauen überraschten die Wissenschaftler. Vor allem der 2005 ausgegrabene „Schädel 5“ fiel durch sein kleines Gehirnvolumen von 546 Kubikzentimeter auf, obwohl er mit 1,60 Meter größer als seine Artgenossen war. Im Senckenberg Museum werden das Original des „Schädel 5“ sowie Repliken der vier anderen Schädel noch bis zum 18. November ausgestellt. lhe