Länder

Fluglärm Debatte um zu hohe Belastung

SPD: Grenze ist „PR-Flop“

Archivartikel

Wiesbaden.Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag hat die Lärmobergrenze rund um den Frankfurter Flughafen als „PR-Flop“ kritisiert. Weder sei die Flottenpolitik der Airlines beachtet worden noch habe die Grenze einen Anreiz geschaffen, Flugrouten umzustellen oder die Flugzeuge zu modernisieren, erklärte der SPD-Abgeordnete Marius Weiß in Wiesbaden. Die Grenze sei zu hoch angesetzt und werde deutlich unterschritten. Die Vorsitzende der Linksfraktion, Janine Wissler, nannte die Obergrenze eine „wirkungslose Beruhigungspille“. Der Flughafen brauche ein echtes achtstündiges Nachtflugverbot. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sagte: Der aktuelle Monitoringbericht zeige, dass der Mechanismus funktioniere. Demnach gab es zwar mehr Flüge, aber die „lärmbelastete Fläche“ sei nur geringfügig gewachsen. „Es ist ein genialer Schachzug, die Lärmobergrenze so hoch zu setzen, dass man sie locker erreichen kann“, sagte Stefan Naas (FDP). lhe