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Altstadt Zur Einweihung „malen“ 110 fliegende LED-Quadrokopter Bilder von Wahrzeichen / Bisher einmaliges Ereignis

Spektakuläre Drohnen-Lichtschau in Frankfurt

Frankfurt.„Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.“ Dieser vor gut 50 Jahren für eine Zigarettenmarke kreierte Werbespruch passt zu den kostspieligen Bemühungen der Stadt Frankfurt: Zur Eröffnung der wieder aufgebauten „neuen Altstadt“ Ende September will sie ein außergewöhnliches Programm bieten. Das Besondere an den dreitägigen Feierlichkeiten ist eine von 110 Quadrocoptern in den Abendhimmel gezauberte Lichtschau.

Diese unter anderen von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gestern vorgestellte „Drohnenshow“, der man den Namen „Sternenbilder – Eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“ gegeben hat, gilt als bisher einmalig in Deutschland. Dabei sollen die LED-Drohnen ikonische Bilder von markanten Frankfurter Wahrzeichen – von der Architektur über die Waage der Justitia auf dem Gerechtigkeitsbrunnen und den Struwwelpeter bis hin zur Kaiserkrone und dem gerippten Apfelweinglas – „malen“. Frankfurt lässt sich die vom 28. bis 30. September währende feierliche Einweihung immerhin 1,5 Millionen Euro kosten und hat mit der Durchführung die Tourismus+Congress GmbH beauftragt.

Deren Geschäftsführer Thomas Feda sprach von 300 000 bis 400 000 Euro allein für die spektakuläre „Hommage an Frankfurt“. Einzige Vorgabe des OB für die Altstadt-Inszenierung sei gewesen: „Sie muss spektakulär und finanzierbar sein.“ Zum Vergleich: Der gut achtjährige Wiederaufbau kostete zwischen 210 und 220 Millionen Euro.

Das ganze Lichtspektakel wird sich aus Sicherheitsgründen über dem Main zwischen dem Eisernen Steg und der Untermainbrücke abspielen. Zu den dreitägigen Feierlichkeiten mit zwei Bühnen auf dem Römerberg zwischen dem Rathaus Römer und dem Dom werden bis zu 250 000 Menschen erwartet. Eine Generalprobe findet am 28. September, um 21.45 Uhr statt. Am Samstag, 21.45 Uhr, ist die Uraufführung. Der Geschäftsführer des damit beauftragten Frankfurter Kreativstudios, Stefan Weil: „Wenn es stürmt und regnet, müssen die Drohnen am Boden bleiben.“ Dann werde aber kurzfristig nach einem Ausweichtermin gesucht. hh