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Tiere Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz entdeckt

Sperrzone eingerichtet

Mainz.Die Blauzungenkrankheit ist in Rheinland-Pfalz erstmals seit zehn Jahren wieder nachgewiesen worden. Das gesamte Bundesland wurde deshalb gestern zum Sperrgebiet erklärt, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz berichtete. Die Viruskrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) sei in einem Rinderbestand im Kreis Trier-Saarburg entdeckt worden.

Ein Kalb war bereits vorsorglich getötet worden. Ob weitere Tiere geschlachtet wurden, stand zunächst nicht fest. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald hatte gestern den Verdacht des LUA bestätigt. Zwei andere Verdachtsfälle aus Zweibrücken und dem Saarpfalz-Kreis würden noch im FLI untersucht, sagte Ginkel.

Rinder besonders betroffen

Die Blauzungenkrankheit kann vor allem Schafe, Ziegen und Rinder befallen. Für den Menschen gilt sie als ungefährlich. Sie wird über kleine blutsaugende Mücken zwischen den Tieren übertragen.

Die Sperrzone müsse mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden und schränke den Transport und Handel von Rindern, Schafen und Ziegen ein. Rinder, Schafe und andere empfängliche Tiere dürften nicht aus dem Sperrgebiet gebracht werden. Dies gelte auch für Eizellen, Samen und Embryonen.

Jeder, der in dem betroffenen Gebiet Rinder, Schafe, Ziegen, Waldwiederkäuer in Gehegen oder Lamas und Alpakas halte, müsse dies unverzüglich dem Veterinäramt seiner Kreisverwaltung mitteilen.Der Süden von Rheinland-Pfalz und das Saarland sind bereits seit Dezember 2018 Sperrgebiet. Dazu wurden sie wie Teile Hessens nach dem Ausbruch der Seuche in Baden-Württemberg (Ottersweier/Kreis Rastatt) erklärt. lrs