Länder

Finanzen Frankfurt muss wohl weitere Schulden machen

Stadt rechnet mit Minus

Archivartikel

Frankfurt.Die Coronakrise dürfte der Stadt Frankfurt erhebliche Einbrüche bei den Einnahmen bescheren. Stadtkämmerer und Finanzdezernent Uwe Becker (CDU) mahnte am Montag notwendige Konsolidierungsentscheidungen an. „Wenn wir die Zahlen der aktuellen Steuerschätzung auf Frankfurt übertragen, würde dies alleine bei unserer wichtigsten Einnahmequelle, der Gewerbesteuer, ein Minus von rund 500 Millionen Euro ausmachen“, sagte er am Montag. „Dies würde meine Prognose von Mitte April in trauriger Weise bestätigen und das ohnehin vorhandene Defizit im Haushalt 2020 noch weiter verstärken.“

Selbst wenn der Einbruch bei der Gewerbesteuer über das Jahr hinweg nicht so dramatisch ausfallen sollte, führten die übrigen Verluste vom Wegfall der Dividende des Flughafenbetreibers Fraport in Höhe von rund 37 Millionen Euro, dem wahrscheinlichen Ausbleiben der Ausschüttung der Messe Frankfurt und vielen weiteren Einbußen zu deutlichen Belastungen für den städtischen Haushalt. „Damit würden wir so oder so auf 500 Millionen Euro Einnahmen verzichten müssen“, sagte Becker. Gleichzeitig erwartete er steigende Ausgaben im Sozialbereich, wo sich die Folgen von Arbeitslosigkeit und Aufstockung von Transferleistungen bemerkbar machen würden. Ein „Weiter So“ könne es nicht geben, mahnte Becker mit Blick auf Ausgabendisziplin und forderte das notwendige Bewusstsein zum verantwortlichen Sparen. lhe