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Antisemitismus Prävention an Schulen nimmt zu

Starke Nachfrage für Beratungen

Archivartikel

Frankfurt.Antisemitismus in Schulen vorbeugen: Die Bildungsstätte Anne Frank berichtet über ein starkes Interesse für entsprechende Projekte in Bildungseinrichtungen. „Wir erkennen ein großes Interesse und auch Bereitschaft, das Thema auch in die Lehreraus- und -fortbildung zu integrieren“, sagte Meron Mendel, der Leiter der Bildungsstätte. „Das sind alles gute Zeichen.“

Projekt im März gestartet

Neben mehr als 35 Workshops für Schüler und Lehrer in ganz Hessen habe es unter anderem sieben Lehrerfortbildungen und zwei Universitätsseminare gegeben, so Mendel. Das Kultusministerium und die Bildungsstätte hatten im März das Projekt gestartet. Sein Ziel ist es, „den Blick für antisemitische, rassistische und allgemein menschenfeindliche Tendenzen zu schärfen“.

Ob die Nachfrage nach dem Beratungsangebot nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle noch zugenommen hat, konnte Mendel nicht sagen. Gleichzeitig mahnte er: „Wir sollten aufhören, von Alarmzeichen und Einzeltätern zu sprechen und uns wirklich mit dem Problem befassen.“ Spätestens nach der NSU-Mordserie wäre es angebracht gewesen, nicht „auf dem rechten Auge blind“ zu sein und der organisierten und gut vernetzten rechtsextremen Szene die nötige Aufmerksamkeit zu geben. „Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn es heißt, Halle ist ein Alarmzeichen. Wir hatten durchgehend Alarmzeichen in den vergangenen Jahren.“ lhe