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Sanierung Maßnahmen starten bereits am Wochenende

Staus wegen Arbeiten an Brücke

Archivartikel

Karlsruhe.Obwohl die Rheinbrücke Maxau erst ab Oktober saniert werden kann, drohen bereits ab diesem Wochenende Staus bei der Rheinüberquerung. Die Bundesstraße 10 auf der rheinland-pfälzischen Seite, die ursprünglich gleichzeitig mit der Brücke saniert werden sollte, wird bereits ab kommender Woche erneuert, teilten das Regierungspräsidium Karlsruhe und der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz mit.

Der Verkehr wird ab Samstag entsprechend umgeleitet. Betroffen ist demnach ein 700 Meter langer Abschnitt zwischen der Brücke und der Anschlussstelle Wörther Kreuz in Fahrtrichtung Ludwigshafen. Sechs Wochen sollen die Bauarbeiten dauern. Laut Behörden müssten die Arbeiten schon jetzt beginnen, da die gesamte Erneuerung der B10 vor der Brücke, anders als die Ertüchtigung der Brücke selbst, bis zum Winter abgeschlossen sein müsste.

Rund 80 000 Autos überqueren täglich auf der mehr als 50 Jahre alten Brücke den Rhein, sie ist dringend sanierungsbedürftig. Die Vorbereitungen dazu sind größtenteils abgeschlossen, die Pläne liegen bereit, selbst die Blitzer auf der Brücke sind abgebaut. Probleme machte zuletzt nur noch der Spezialbeton, der die Brücke für die kommenden Jahrzehnte stabilisieren soll.

Zweite Querung über den Fluss

Die 1966 eröffnete Brücke zwischen Karlsruhe und Wörth ist bisher die einzige Rheinüberquerung im Umkreis von 25 Kilometern. Das führt vor allem in Wörth zu immer höherem Verkehrsaufkommen. Die 18 000-Einwohner-Stadt will den Pendlerverkehr daher künftig mit Verkehrsschranken, die nur für Einwohner passierbar sind, an Wörth vorbeileiten.

Langfristig soll eine weitere Brücke zwischen den beiden Städten den Verkehr auf der 52 Jahre alten Brücke entlasten. Die Pläne dazu sind bereits fertig, die 100 Millionen Euro Baukosten übernimmt der Bund. Doch der Bau ist umstritten. Naturschützer klagen dagegen, weil sie seltene Tierarten bedroht sehen. Die Stadt Karlsruhe wiederum wehrt sich gegen Flächenverbrauch, sieht die Verkehrsanbindung nicht geklärt und auch artenschutzrechtlich unüberwindliche Hindernisse. lsw