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Kriminalität Nur durch Zufall entkamen Insassen der Attacke

Steine auf Autofahrer geworfen

Archivartikel

Friolzheim.Auf der A 8 sind ein Autofahrer und die Insassin eines weiteren Fahrzeugs nur knapp schweren oder tödlichen Verletzungen durch Steinewerfer entgangen. Der oder die Täter verschwanden spurlos. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Die Reisenden fuhren am Donnerstag auf der A 8 nahe Friolzheim, als ihre Autos von einer Böschung aus mit Steinen beworfen wurden, wie die Polizei gestern mitteilte. In einem Wagen durchschlug ein Stein auf der unbesetzten Beifahrerseite die Scheibe und ließ den Fahrzeuglenker unverletzt. Der Täter oder die Täter bewarfen einen weiteren Wagen mit einem Stein, dessen Windschutzschreibe auf der Beifahrerseite stark zerstört wurde. Die dort sitzende Insassin kam mit dem Schrecken davon.

Bei einem weiteren Wagen wurde der Reifen laut Polizei beschädigt, als er einen Stein überfuhr. Ein weiteres Fahrzeug war fahruntauglich, nachdem der Kühler von einem Stein getroffen worden war. „Es ist Zufall, dass da nicht mehr passiert ist“, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Sachschaden stehe noch nicht fest. Der Fall erinnert an ein Verbrechen aus dem März 2008: Von einer Brücke über der A 29 bei Oldenburg in Niedersachsen wurde ein schwerer Holzklotz auf ein Auto geworfen. Er durchschlug die Windschutzscheibe und tötete eine Frau vor den Augen ihres Mannes und ihrer beiden Kinder. Ein Gericht verurteilte den Täter wegen Mordes zu lebenslanger Haft. lsw