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Parteien Landeschef kritisiert Streit um Delegiertenwahl

Stoch: Pforzheim schadet SPD

Archivartikel

Stuttgart.SPD-Landeschef Andreas Stoch übt wegen des Ärgers rund um Ex-Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück scharfe Kritik an der Pforzheimer SPD. „Das Bild, das sich in Pforzheim bietet, ist extrem parteischädigend“, sagt Stoch dieser Redaktion. Natürlich sei es klar, dass in einer Partei unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen würden – und dass es Rivalitäten um Positionen gebe. „Aber es ist inakzeptabel, wie dieser Streit öffentlich ausgetragen wird“, so Stoch weiter, der appelliert: „Wir müssen den Konflikt bald klären.“ Die Landes-SPD habe aus diesem Grund bereits mehrere Gespräche mit ihren Pforzheimern Genossinnen und Genossen geführt, sagte der 50-Jährige.

Größter Ortsverein im Land

Das Bundesschiedsgericht entscheidet über einen Streit über eine angefochtene Delegiertenwahl vom 27. Juli bei der SPD in Pforzheim. Hück hat die Wahl des Kandidaten für die Landtagswahl 2021 angefochten. Er würde gerne selbst für das Stuttgarter Parlament kandidieren. Das Bundesschiedsgericht soll nun entscheiden, ob die Delegiertenwahl wiederholt werden muss.

Mit 320 Mitgliedern ist die Pforzheimer SPD der größte SPD-Ortsverein in Baden-Württemberg. Stoch sitzt seit April 2009 im Stuttgarter Parlament – und soll die Südwest-SPD im Jahr 2021 als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen.

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