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Dieselfahrverbote Ministerium präzisiert Ausnahmen

Straßenbelag soll helfen

Stuttgart.Mit Hilfe eines speziellen Straßenbelags sollen die Luftschadstoffe am Stuttgarter Neckartor reduziert werden. Nachdem dort schon zahlreiche Aktionen gegen die Feinstaub-Belastung gestartet wurden, geht es diesmal um Stickoxide. Die Deckschicht des High-Tech-Asphalts enthalte Titandioxid, das Stickoxide abbaue und in unschädliche Stoffe umwandele. Auf diese Weise werde ein Beitrag zur Reduktion von Stickstoffdioxid (NO2) geleistet, teilten Stadt und Verkehrsministerium gestern mit.

Ab sofort dürfen derweil Park&Ride-Anlagen in Stuttgart, also Parkplätze in der Nähe von Haltestellen, auch mit Diesel-Autos angefahren werden, für die eigentlich ein Fahrverbot gilt. Das teilte ein Sprecher von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit. Als Nachweis könne ein Ticket für öffentliche Busse und Bahnen oder ein Parkschein dienen.

Zudem sind Ausnahmen vom Fahrverbot präzisiert worden. So können „in besonders begründeten privaten oder unternehmerischen Härtefällen Ausnahmen von den Verboten erteilt werden“, teilte das Ministerium mit. In Stuttgart gilt seit Jahresbeginn ein Fahrverbot für Diesel-Autos der Euronorm 4 und schlechter. lsw