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Schule SPD will mehr Assistenten

Streit um pädagogische Hilfskräfte

Archivartikel

Stuttgart.Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Einstellung von zusätzlichen pädagogischen Assistenten, die vor allem an Grund- und Hauptschulen die Lehrer entlasten. „Die Lehrkräfte an den Grundschulen brauchen dringend Unterstützung bei der individuellen Förderung“, sagt der Mannheimer Abgeordnete Stefan Fulst-Blei. Im letzten Schuljahr waren an Schulen in Baden-Württemberg 737 dieser Hilfskräfte beschäftigt. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ist zwar voll des Lobes über die pädagogischen Assistenten, die „wertvolle Arbeit“ leisten würden. Aber ein Ausbau sei „derzeit aus Ressourcengründen nicht geplant“.

Eisenmann kann ihre Ablehnung mit einem Beschluss der grün-roten Vorgängerkoalition begründen, als die SPD den Kultusminister stellte. 2013 wurde nämlich festgelegt, dass frei werdende Stellen von pädagogischen Assistenten nur dann neu besetzt werden dürfen, wenn die Schule hierfür eine Lehrerstelle zur Verfügung stellt. Eisenmann verweist auf den Parlamentsbeschluss und betont, dass die Hilfskräfte Lehrer nicht ersetzen könnten. Fulst-Blei fordert eine Neubewertung der Lage angesichts des Lehrermangels. Die SPD sei an dieser Stelle „selbstkritisch genug und einsichtig“.

Eisenmanns Nein ist für den SPD-Mann „nicht nachvollziehbar“. Die Ministerin mache ja selbst eine Ausnahme für die Hilfskräfte der gemeinnützigen Bildungsinitiative Teach First. Die 21 im Sommer ausgelaufenen Verträge will die CDU-Politikerin allesamt neu besetzen.