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Energie Hauk nennt Pläne der Grünen im Forst utopisch

Streit um Windräder

Archivartikel

Stuttgart.Der von den Grünen angestrebte Ausbau der Windkraft unter anderem im Staatswald ist nach Ansicht des baden-württembergischen Forstministers Peter Hauk nicht zu schaffen. „Rund 2000 Windräder, das halte ich für utopisch“, sagte der CDU-Politiker. „Das ist genauso utopisch wie die 1000 Windräder, die die Grünen bereits in der letzten Legislaturperiode gefordert haben.“

Problematisch seien aber nicht die umstrittenen Mindestabstände zwischen Wohngebiet und Windrad, sondern naturschutzrechtliche Vorgaben. „Es wurde in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet vor allem so wenig getan, weil die Restriktionen im Umweltministerium so streng waren“, so Hauk. Zudem sei nicht nachzuvollziehen, warum nur in ein geschlossenes Ökosystem wie den Staatswald eingegriffen werden sollte, solange auch öffentliche Wälder wie der Stadtwald in Stuttgart oder in Reutlingen in Frage kämen.

Nur 726 Anlagen in Betrieb

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sieht dagegen durchaus Chancen im landeseigenen Besitz: „Der Staatsforst trägt viel zu wenig dazu bei, dass wir unsere Energieerzeugung auf Erneuerbare umstellen“, sagte er. „Ohne den Staatsforst werden wir uns sehr schwertun, die Windkraft massiv auszubauen. Wir können es uns nicht leisten, unsere Wälder quasi auszuklammern, wenn wir neue Standorte suchen.“

Laut Umweltministerium waren zum Ende des ersten Halbjahres 726 Anlagen in Betrieb. 2019 wurden 723 Anlagen gezählt. Zum Vergleich: In Niedersachsen als Nummer Eins unter den Ländern drehen sich mehr als 6350 Windräder. 

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