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Hochschule Neuer Zug soll Orientierung bieten

Studium zum Schnuppern

Wiesbaden.Um die Studienabbruchquote in Hessen zu senken, wird an den Universitäten in Frankfurt und Kassel der Modellversuch „Orientierungsstudium“ gestartet. Frühzeitige Orientierungshilfen in der Studieneingangsphase seien wichtiger denn je, um zwischen den vielen unterschiedlichen Studienfächern eine passende Auswahl treffen zu können, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) gestern. Mit dem Angebot könnten die Studierenden ab dem Wintersemester 2019/20 besser als bisher begleitet und Abbrüche verhindert werden.

Leistungen werden angerechnet

An der Goethe-Universität Frankfurt werden nach Angaben des Ministers zwei Angebote aufgebaut, bei denen es um die Natur- und Lebenswissenschaften sowie die Geistes- und Sozialwissenschaften geht. An der Kasseler Hochschule gehe es um die Fachrichtung Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Das Ministerium unterstütze die Konzeption mit knapp 200 000 Euro, sagte Rhein. Für die Pilotphase sollen die beiden Universitäten in den kommenden zwei Jahren weitere 1,69 Millionen Euro erhalten.

Die Studierenden sollen im Laufe der Orientierung die Auswahl ihres Studienfaches überprüfen und können sich neu orientieren. Die erbrachten Leistungen würden im späteren Studium angerechnet. Am Ende der Orientierungsphase könnten sich die Studierenden für einen Schwerpunkt entscheiden, ohne auf eine Bafög-Förderung verzichten zu müssen. Diese ist schon in der Orientierungsphase möglich. lhe