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Flüchtiger Polizei setzt auf Hilfe von Psychologen

Suche wird fortgesetzt

Archivartikel

Oppenau.Die Polizei setzt bei ihrer Suche nach dem geflüchteten Mann im Schwarzwald auch auf die Hilfe von Überlebensexperten, Polizeipsychologen und ortskundigen Förstern. Insbesondere die Psychologen sollen sich in den 31-Jährigen hineinversetzen, um Anhaltspunkte zu seinem Verbleib zu bekommen, wie Polizeisprecher Yannik Hilger am Donnerstag sagte. Der Gesuchte kennt sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte gut in dem unwegsamen Gelände aus.

Auch am Donnerstag beteiligten sich erneut zwischen 200 und 300 Kräfte an der Suche nach dem Mann, der am Sonntag nach einer Kontrolle vier Polizeibeamte mit einer Pistole bedroht und ihnen die Dienstwaffen abgenommen hatte. Seither ist der 31-Jährige verschwunden. Das gefundene „Manifest“ stammt nach Einschätzung der Polizei aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von dem gesuchten Mann. Es gebe derzeit viele Hinweise, dass der Text über die Kritik an der Technisierung des Lebens und das einfache Leben im Wald nicht von dem 31-Jährigen geschrieben worden sei.

Das „Waldläufer-Manifest“ stammt nach Recherchen des Südwestrundfunks von einem Mann aus Nordrhein-Westfalen, der es 2005 verfasst haben will, wie er dem Sender bestätigte. Ein Bekannter, der das Schreiben gesehen habe, habe die Version bestätigt. Bereits am Mittwoch hatte die Polizei Bedenken bezüglich der Echtheit geäußert. lsw

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