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Prozess Staatsanwaltschaft fordert Sicherungsverwahrung

Täter noch gefährlich

Stuttgart.Im Stuttgarter Prozess um den sogenannten Zementmord-Fall vor elf Jahren hat die Staatsanwaltschaft die Sicherungsverwahrung des letzten noch inhaftierten Haupttäters gefordert. Von dem 29-Jährigen gehe nach zehn Jahren Haft noch eine hochgradige Gefahr aus, bilanzierte Oberstaatsanwalt Albrecht Braun gestern. Er sei überzeugt, dass schwerste Gewaltdelikte „sehr wahrscheinlich“ seien. Das Urteil soll morgen gefällt werden.

Seine Verteidigerin sprach sich für die Freilassung aus. Eine hochgradige Gefahr für die Begehung schwerster Gewaltdelikte sehe sie nicht. Eine Persönlichkeitsstörung rechtfertige eine Sicherungsverwahrung nicht. Seine Aggressivität in Haft könne mit falscher Dosierung von Medikamenten begründet werden.

Laut Urteil des Landgerichts Stuttgart aus dem Jahr 2008 hat der heute 29-Jährige 2007 mit zwei Komplizen einen 19 Jährigen in einen Hinterhalt gelockt und erschlagen. Seine Leiche zerstückelten sie, betonierten die Teile in Blumenkübel ein und versenkten sie im Neckar. lsw