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Kriminalität Pistolenräuber schildert Details seiner Flucht

Tagsüber versteckt

Archivartikel

Oppenau.Der Pistolenräuber von Oppenau im Schwarzwald hat sich nach seiner Festnahme am vergangenen Freitag den Ermittlern gegenüber ausführlich zu seiner Flucht geäußert. Während der fast sechstägigen Suche nach ihm habe er sich tagsüber in Gruben und Erdlöchern versteckt und sich hauptsächlich nachts bewegt. Sein Handy habe der Deutsche ohne festen Wohnsitz ausgeschaltet, um nicht geortet werden zu können.

Deckung vor Hubschraubern

Weil er Polizeihubschrauber wahrgenommen habe, sei er davon ausgegangen, dass nach ihm gesucht werde, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Für seine Flucht hatte der 31-Jährige den Angaben zufolge nur wenige Dinge zusammengerafft. Bei seiner Festnahme hatte er einen Brief an seine Familie dabei gehabt. Das persönliche Schreiben sei für den Fall gedacht gewesen, dass ihm bei der Flucht etwas zustoße, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Der 31-Jährige hatte am 12. Juli bei einer Kontrolle in einer illegal von ihm genutzten Gartenhütte vier Polizisten gezwungen, die Dienstpistolen abzulegen, und war damit geflüchtet. Ein Großaufgebot der Polizei suchte tagelang nach ihm. Am 17. Juli wurde er in einem Wald festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Nach ersten Aussagen gegenüber der Polizei habe er auf Anraten seines Anwalts keine weiteren Angaben mehr gemacht. Ihm wird unter anderem schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Weil der Mann bei seiner Festnahme einen Polizisten mit einer Axt verletzt haben soll, wird gegen ihn auch wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. lsw

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