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Wohnhaus Kinder durch eingeatmeten Rauch verletzt

Tödlicher Brand

Rüsselsheim.Ein Toter und sechs verletzte Menschen – so lautet die Bilanz eines verheerenden Hausbrandes in Rüsselsheim. Wie die Polizei gestern mitteilte, war zunächst unklar, wieso das Mehrfamilienhauses in Brand geriet. Ersten Ermittlungen zufolge brach das Feuer im ersten Stock des Gebäudes aus.

Ein 39 Jahre alter Bewohner aus dem dritten Stockwerk war mutmaßlich aus Angst vor der Rauchentwicklung aus einem Fenster gesprungen. Wiederbelebungsversuche konnten ihn nicht mehr retten. In der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, lebte demnach eine 33 Jahre alte Frau gemeinsam mit ihren drei Kindern im Alter von drei, sechs und neun Jahren. Alle drei Kinder –ein Junge und zwei Mädchen – erlitten Rauchgasvergiftungen. Das neun Jahre alte Mädchen war deshalb zunächst in Lebensgefahr und laut Polizei noch in ärztlicher Behandlung. Außerdem hätten zwei weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses Rauchgasvergiftungen erlitten.

Schaulustige filmen Szenen

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Das Haus werde aktuell als Tatort behandelt, hieß es. Gutachter und Beamte der Kriminalpolizei würden auch noch in den kommenden Tagen Spuren sichern und auswerten. Das Gebäude war zunächst unbewohnbar, allerdings bestand keine Einsturzgefahr, wie der Polizeisprecher weiter sagte.

Während des Brandes hatten sich mehrere Schaulustige vor dem Haus versammelt. Manche hätten mit Mobilfunktelefonen Fotos geschossen oder die dramatischen Szenen gefilmt, hieß es bei der Polizei. Zwar seien die Löscharbeiten dadurch nicht maßgeblich gestört worden, dennoch habe die Polizei den Bereich weiträumig absperren müssen. „Wir kennen solche Situationen bereits aus der Vergangenheit. Es ist immer wieder befremdlich“, fügte der Polizeisprecher hinzu. lhe