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Corona-Verordnung Abstandsregelung und Maskenpflicht gelten weiter / Auch Kontaktdaten werden noch immer erfasst

Treffen mit bis zu 20 Menschen bald erlaubt

Archivartikel

Stuttgart.Nach zähen Verhandlungen haben sich Grüne und CDU auf eine neue Corona-Verordnung geeinigt. Fragen und Antworten:

Was gilt für die Abstandsregeln?

Sind keine Infektionsschutzvorrichtungen vorhanden, muss im öffentlichen Raum der 1,5-Meter-Mindestabstand weiter eingehalten werden.

Wer muss künftig eine Maske tragen?

Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden im ÖPNV, in Passagierflugzeugen, Fähren, Taxen, an Bahn- und Bussteigen, in Bahnhöfen und in Flughäfen. Das Gleiche gilt weiter für Friseur-, Massage-, Kosmetik-, Nagel-, Tattoo- und Piercingstudios und in Fußpflegeeinrichtungen, in Arztpraxen, Zahnarztpraxen sowie in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in Einkaufszentren und Ladengeschäften. Auch Mitarbeiter in Vergnügungsstätten, Beherbergungsbetrieben und im Gaststättengewerbe müssen die Maske tragen. Keine Pflicht besteht für Kinder bis sechs Jahre und für Personen, denen das Tragen einer Maske aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht zumutbar ist.

Müssen weiter Daten aufgenommen werden?

Müssen Kontaktdaten erhoben werden, sind diese weiter nach vier Wochen wieder zu löschen. Dies betrifft zum Beispiel die Gastronomie, aber auch öffentliche Einrichtungen und Veranstaltungen. Gespeichert werden dürfen Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Die Daten sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist.

Wie geht es weiter mit Ansammlungen von Menschen?

Künftig sind öffentliche Ansammlungen von bis zu 20 Personen erlaubt. Bislang galt die Regelung für zehn Personen. Ausgenommen sind Treffen von Verwandten sowie Personen des eigenen Haushalts. Das Verbot gilt nicht für Ansammlungen, die der Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs oder der sozialen Fürsorge dienen. Demos sind erlaubt, insofern die Vorgaben eingehalten werden können.

Welche Regelungen gelten künftig für Veranstaltungen?

Bis zum 31. Juli 2020 sind Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmenden verboten – Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden bis 31. Oktober. Allerdings gibt es eine Neuregelung: Bis zum 31. Juli können Veranstaltungen mit 250 Personen durchgeführt werden, wenn allen für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und wenn die Veranstaltung einem vorher festgelegten Programm folgt. Diese Vorgaben gelten nicht für Veranstaltungen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Rechtspflege oder der Daseinsfürsorge oder -vorsorge. Ab dem 1. September dürfen auch Messen mit mehr als 500 Personen stattfinden.

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