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Hessenfilm Ministerin nennt Gründe für Wechsel an Spitze

Trennung verteidigt

Archivartikel

Wiesbaden.Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) hat das Aus von Hans Joachim Mendig als Geschäftsführer der Filmförderung des Landes verteidigt. Ursache für die Abberufung sei nicht Mendigs Treffen mit AfD-Chef Jörg Meuthen gewesen, sagte die Ministerin am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. „In diesem Land darf sich jeder mit jedem treffen.“ Es sei vielmehr um den Umgang des Geschäftsführers mit den Fragen vieler Filmschaffender zu dem Treffen gegangen.

Angesichts vieler Äußerungen der AfD zu unabhängiger Kunst und Kultur sowie vielfältiger Filmförderung seien diese Fragen sehr verständlich, betonte Dorn. Es gehöre zur Meinungsfreiheit, sich solchen Fragen zu stellen. „Damit muss auch der Geschäftsführer der Hessenfilm umgehen“, sagte die Ministerin. „Wenn er das nicht tut, schadet das der Zusammenarbeit mit der Filmbranche und gefährdet den Geschäftsbetrieb der Hessenfilm.“ Die Kunstministerin sprach von einem Vertrauensverlust mit dem Geschäftsführer. Es sei auch darum gegangen, wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Die hessische AfD-Fraktion forderte in der Debatte dagegen eine unverzügliche Wiedereinsetzung von Mendig als Geschäftsführer. lhe